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Die Ocha-Ocha Abnehmchallenge 2020

Über Instagram-Hypes, selbstgesteckte Ziele und nachhaltiges Marketing

Von Verena 
6 min Lesezeit

Design = Marketing? Absolut nicht! Mit Aktionen wie dem Vorverkauf und Abnehmchallenge tastet sich Verena langsam an den neuen Aufgabenbereich heran 

Challenges (zu deutsch: „Herausforderungen“) sind aus den sozialen Medien gar nicht mehr wegzudenken. Meist beginnt es mit einer witzigen Idee, die so viral geht, dass Menschen sich gegenseitig nominieren, diese Idee in immer absurderen Formen nachzuahmen.

Wer 2014 von seinen Freunden für die „Ice Bucket Challenge“ nominiert wurde, musste Geld spenden und sich eiskaltes Wasser über den Kopf gießen. Bei der Mannequin-Challenge (2016) sollte man bei alltäglichen Tätigkeiten zu Stein erstarren und die Keke-Challenge (2018) forderte dazu auf, aus einem fahrenden Auto zu springen und zu tanzen.

Weitaus weniger riskant und mehr als nur ein Hype sollte die Challenge werden, die wir Anfang des Jahres 2020 ins Leben riefen.

Die Aufgabe: Tee trinken!  

25 Testerinnen, 1800 Tees, 3 Monate Vollversorgung

Aber beginnen wir von vorn. Wer unsere Marketing-Aktionen verfolgt, bemerkt schnell, dass wir uns oft gegen die klassische Black-Friday-Aktion, das Oster-Giveaway oder den Valentinstags-Rabatt entscheiden und stattdessen unser eigenes Ding machen. Für uns macht der Nachhaltigkeitsgedanke nämlich auch beim Marketing keine Ausnahme und so setzen wir wann immer möglich auf Maßnahmen, die langfristig möglichst viele Menschen erreichen und dauerhafte Eindrücke hinterlassen.

Während also Anfang des Jahres viele Unternehmen die guten Neujahrsvorsätze der Menschen für sich nutzten, um Diätprodukte und Fitnessstudio-Mitgliedschaften zu bewerben, verschickten wir riesige Tee-Pakete – vollkommen gratis.

Dafür wählten wir 25 Testerinnen aus, deren Instagram-Profile sich um ihre Reise zu einem besseren Körpergefühl drehen. Abnehmen, mehr trinken, gesündere Ernährung, Body-Positivity – die Ziele sind vielfältig und langfristig gesetzt. 3 Monate lang begleiteten wir die Teilnehmerinnen bei ihren individuellen, selbstgesteckten Challenges, indem wir sie mit ausreichend kalten, ungesüßten Tees ausstatteten und uns in regelmäßigen Umfragen nach ihren Erfahrungen erkundigten.

Wie schmeckt‘s dir? Wie schmeckt‘s den Kindern? Wo trinkst du am liebsten Ocha? Wem empfiehlst du den Tee?

Wer seinen täglichen Ocha zusätzlich in den sozialen Medien teilte, konnte hierfür einen eigens für die Challenge erstellten Rabattcode für unseren Online-Shop an seine Follower weitergeben. Da uns aber die Entwicklungen offline noch viel wichtiger waren, machten wir Instagram-Postings nicht zur verpflichtenden Teilnahmebedingung. Viele nahmen dieses Angebot jedoch an und so konnten wir über 12 Wochen verfolgen, wie Ocha Ocha die Herzen der Testerinnen eroberte und diese in ihrem täglichen Leben begleitete – vom Unboxing bis ins Fitnessstudio.    

Warum kein klassisches Influencer-Marketing?

Warum schicken wir 1800 Tees an uns bis dahin Unbekannte mit niedrigen bis mittleren Followerzahlen, anstatt professionelle Influencer zu engagieren? Für uns als junges Unternehmen mit einer neuartigen, ungewöhnlichen, ja revolutionären Idee sind Klicks und Likes erst einmal nicht die ausschlaggebende Größe. Natürlich nutzen wir die sozialen Medien, um uns zu vernetzen, Inhalte zu teilen und unsere Geschichte zu erzählen, doch die coolste Geschichte in der virtuellen Welt ist nicht von Nutzen, wenn sich niemand etwas unter dem Produkt vorstellen kann, um das es geht. Schließlich sind kalte, ungesüßte Tees eine absolute Neuheit in den deutschen Getränkeregalen.

Es gilt also, wie unser Gründer Chris oft betont, „das Produkt auf die Straße zu bringen.“ Verkostungen, Promotions auf Events, Sponsorings für Goodie Bags und Probesendungen sind Maßnahmen, die wir dafür regelmäßig einsetzen. Testen, Streuen, Feedback einholen.  

Denn das, was wir im Gegensatz zu Klicks und Likes wirklich brauchen, sind Verbündete! Ganz im Sinne der Teebellion suchen wir Menschen, die die Marke verstehen und gemeinsam mit uns Seite an Seite für eine bessere Getränkelandschaft kämpfen. Die sagen „Ja! Krass. Das ist es. Das hat mir gefehlt. Das ist seinen Preis Wert. Das kann ich wirklich empfehlen.“ Dass es, um solch eine starke Verbindung aufzubauen, mehr als nur eine kurzlebige, einmalige Kooperation braucht, liegt nahe.  

Wir suchten also nach Menschen, die sowieso tagtäglich händeringend nach Getränkealternativen zu Softdrinks und Wasser Ausschau hielten, gaben ihnen 3 Monate Zeit sich intensiv mit unserem Produkt auseinanderzusetzen und hörten uns dann an, was sie zu sagen haben. Ocha Ocha Gründer Chris war in einer ganz ähnlichen Situation, als er 2016 in Japan im Auslandssemester war und täglich ungesüßten Tee trank, der dort fest in der Trinkkultur verankert ist. Zurück in Deutschland fehlte ihm diese unkomplizierte, gesunde Erfrischung und er gründete seine eigene Teefirma.

So wie Chris nach seinem Japan-Aufenthalt werden bestimmt auch einige der Testerinnen das Produkt nach 12 Wochen nicht mehr missen wollen. Sie werden es anderen Menschen in ähnlichen Lebenslagen weiterempfehlen und darüber hinaus ein persönliches Interesse daran entwickeln, dass es kalten Tee in immer mehr Läden in ganz Deutschland zu kaufen gibt. Sie werden zu Markenbotschaftern, die unsere Idee und unsere Werte weitertragen.

Die Teebellion – eine Bewegung kommt ins Rollen

Die ersten positiven Dynamiken können wir schon jetzt wahrnehmen: So teilte eine der Testerinnen ihre Teelieferung mittels Giveaway mit ihren Followern, eine andere bemühte sich darum, einen Bio-Laden in ihrer Stadt als Ocha Ocha-Verkaufsort zu akquirieren und eine weitere schickte uns herrliche Fotos von ihren Ausflügen ins Grüne. Sie berichteten darüber, dass Ocha in den Schulen, in welchen gezuckerte Getränke verboten sind, die perfekte Lösung für ihre Kinder darstellen und darüber, dass ihnen unser Bio-Früchtetee über längere Fastenperioden hinweghelfe.

Kurzum: Mithilfe der Challenge konnten wir viele kleine Projekte anstoßen und Erfahrungen sammeln, die wir selbst nicht machen können, weil wir keine Mama von zwei kleinen Kindern im Team haben und weil wir selbst noch nie 40 kg abgenommen haben (Übrigens: Wow – einen Wahnsinns Respekt von unserer Seite dafür!), aber eben auch genau wissen möchten, was diese Menschen im Alltag bewegt und wie wir sie erreichen können.

Weil es letztendlich doch immer eine Frage des Geschmacks bleibt, werden wir nicht 25 von 25 Test-Teilnehmerinnen von unserer Idee oder jeder einzelnen Teesorte überzeugen können. Vielleicht entwickelt sich jedoch dafür die ein oder andere intensivere Zusammenarbeit, die über die drei Monate hinausgehen wird. Selbst, wenn es nur eine einzige ist – was wir für zukünftige Projekte dieser Art gelernt haben und was wir mit jedem weiteren Teebellen an unserer Seite alles erreichen können, ist weitaus wertvoller, als der bloße Geldwert von 1800 Packungen Tee und mit Sicherheit sinnvoller, als beim Tanzen neben einem fahrenden Auto verhaftet zu werden.

Mehr spannende Insights und Ergebnisse der Aktion wird es in Teil 2 von „Die Ocha Ocha Abnehmchallenge 2020“ geben. 

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