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Tees zum Einschlafen

Gastbeitrag von schlafzimmer.de
6 min Lesezeit

Schlafzimmer.de ist ein themenübergreifendes Online-Magazin, rund um Wohnen, Schlafen, Träumen und Lifestyle. Heute steuert es uns einen Artikel zum TEEma Einschlafen bei.

Schlaf ist überlebenswichtig. Unser Gehirn verarbeitet die Eindrücke des Tages und legt sie im Gedächtnis ab, der Körper durchläuft vielseitige Erholungs- und Regenerationsprozesse, ohne die unser Immunsystem, wie auch der Stoffwechsel nicht funktionieren könnten. Umso alarmierender ist es, dass immer mehr Menschen an Einschlafstörungen leiden. Die Gründe dafür sind vielfältig. Dazu zählen Sorgen in der Familie, Stress im Job, aber auch andauernde Handy,- PC-, und Fernsehnutzung. Je nachdem, wie groß der Leidensdruck der Betroffenen ist, wird schnell zum Schlafmittel gegriffen. Doch das muss nicht sein. Auch ein Tee am Abend kann hervorragend beim Einschlafen helfen. Wir haben die bekanntesten Sorten zusammengefasst.

Kamillentee

Die Kamille ist wohl die bekannteste Heilpflanze und kommt hauptsächlich bei Magen-Darm-Erkrankungen und Erkältungen zum Einsatz. Doch ihre Inhaltsstoffe besitzen ebenfalls eine beruhigende Wirkung, sodass in einigen Studien eine Schlafförderung nachgewiesen werden konnte. Man beobachtete den Zusammenhang zwischen dem Genuss einer Tasse Kamillentee und dem verminderten Anstieg von Stresshormonen. Dafür verantwortlich soll der sekundäre Pflanzenstoff Apigenin sein. In einer weiteren Studie ließ der Tee einige Probanden nach der Einnahme in einen angenehmen 90-minütigen Tiefschlaf sinken.

Auch, wenn der einschlaffördernde Effekt nicht bei allen Teilnehmern der Studien zu beobachten war, so lässt sich die entspannende Wirkung einer heißen Tasse Kamillentee nicht leugnen und ist sicherlich einen Versuch wert. Die Zubereitung kann aus frischen Blüten oder auch mithilfe eines Teebeutels geschehen.

Hopfentee

Nicht wegzudenken ist Hopfen aus der Bierherstellung. Doch Hopfen kann noch viel mehr. In mehreren Studien wurde ihm eine beruhigende Wirkung nachgewiesen. Die mindestens 4-wöchige Einnahme von Hopfenextrakt kann zur Reduktion von Stresssymptomen und leichten Depressionen beitragen. Als Tee zubereitet, entfaltet er eine beruhigende, einschlaffördernde Wirkung und vermag einen positiven Einfluss auf den Schlaf-Wachrhythmus zu haben.

Diese beruhigende Wirkung intensiviert sich durch die Kombination mit Baldrian.
Für die Zubereitung werden 2 Teelöffel getrockneter Hopfen mit 200ml kochendem Wasser übergossen. Dieser Aufguss sollte 10 Minuten lang ziehen. Gleichzeitig ist es auch möglich, Hopfenzapfen zu trocknen und diese mit heißem Wasser zu übergießen.

Baldriantee

Baldrian ist als Einschlafhilfe so bekannt und gut untersucht, dass er seine schlaffördernde und beruhigende Wirkung nicht nur im Tee, sondern inzwischen in vielen verschiedenen Einnahmeformen entfaltet. So finden sich in Apotheken, Reformhäusern und Drogerien zum Beispiel Baldriantropfen und Baldriandragees.

Berühmt ist er wohl auch wegen seines recht unangenehmen Geruchs, der von den Blüten ausgeht. Die wirksamen Bestandteile befinden sich jedoch in der Wurzel. Seine beruhigende Wirkung verdankt der Baldrian seinem Einfluss auf die Gamma-Amino-Buttersäure. Dieser Neurotransmitter übernimmt in unserem Gehirn wichtige Funktionen in der Übertragung bestimmter Nervenreize.

Die Zubereitung des Tees erfolgt durch das Übergießen der losen Wurzel mit kochendem Wasser.

Lavendeltee

Lavendel ist bekannt für seinen intensiven Duft und wer schon einmal ein Lavendelfeld im Sonnenuntergang gesehen hat, wird den bezaubernden Anblick dieser lila-blauen Pflanze so schnell nicht vergessen. Der Lavendelduft verschreckt Kleidermotten im Schrank und ist gern verwendet in Duftlampen. Dort entfaltet er eine nervenberuhigende und entspannende Wirkung. Diese wird auch dem Lavendeltee nachgesagt. Verantwortlich dafür sind die enthaltenen ätherischen Öle.

Inzwischen sind auch Fertigarzneimittel auf dem Markt, die Lavendelöl enthalten und gegen Ängste, innere Unruhe und Stress eingenommen werden. Lavendeltee kann somit zur Beruhigung und Entspannung vor dem Einschlafen beitragen. Für die Zubereitung werden 2 Teelöffel der Blüten mit 200ml heißem Wasser übergossen und 10 Minuten zugedeckt stehen gelassen.

Zitronenmelissentee

Die Zitronenmelisse ist wohl die Pflanze in unserer Reihe, mit dem angenehmsten und erfrischendsten Geschmack. Von daher wird sie vor allem im Sommer gern als Teezutat verwendet. Ihr wird eine schlaffördernde Wirkung zugeschrieben, die dem des Hopfens ähnelt. Auch wenn das Trinken von Zitronenmelissentee in Studien erst mal nur beruhigend auf Mäuse wirkte, so ist die schlaffördernde Wirkung dieser Pflanze schon seit dem Mittelalter bekannt.

Der Tee kann aus frischen oder getrockneten Blättern zubereitet werden. Oft findet er sich als Geschmacksträger in Teemischungen.

Passionsblume

Auch wenn die Passionsblume schon in die Regale der Apotheken und Reformhäuser in Drageeform Einzug gehalten hat, ist sie den wenigsten als Pflanze bekannt. Sie stammt aus Südamerika und gilt als natürliches Heilmittel bei Angst- und Unruhezuständen. Ihre enthaltenen ätherischen Öle wie auch sekundären Pflanzenstoffe fördern das Einschlafen und stabilisieren den Schlaf - Wachrhythmus. Am besten entfaltet die Passionsblume ihre Wirkung in Kombination mit Baldrian und Hopfen.

Wann sollte auf Tee verzichtet werden?

Egal zu welcher Sorte gegriffen wird, normalerweise schadet das Trinken von Tee nicht. Dennoch gibt es Ausnahmen. Vor allem bei bestehenden Allergien auf verwendete Pflanzen sollte auf die Zubereitung und Einnahme verzichtet werden. Einige Nierenerkrankungen lassen nur eine sehr eingeschränkte Flüssigkeitszufuhr zu. In diesem Fall sollte überprüft werden, ob die Tasse Tee am Abend möglich ist.

Bei länger andauernden oder sehr starken Schlafstörungen ist es anzuraten, die Beschwerden mit dem Arzt zu besprechen.

Alle Tees lassen sich allein zubereiten oder, je nach Geschmack, auch in Teemischungen ansetzen. Das Trinken von Tee hat im Allgemeinen weitere positive Effekte auf die Gesundheit und den Schlaf. Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr unterstützt die Entgiftung des Körpers in der Nacht. Die Zufuhr der heißen Flüssigkeit vermittelt Wärme, Vertrauen und Geborgenheit. Ängste und Unruhe lassen nach. Das Trinken von Tee ist somit eine ideale Möglichkeit zu entspannen, den hektischen Alltag hinter sich zu lassen und ruhig in den Schlaf zu finden.

Wenn du weitere Informationen zum Thema Schlaf suchst, können wir dir die Seite www.schlafzimmer.de empfehlen. Für den Inhalt des Artikels ist die Redaktion von SchlafzimmerDE verantwortlich. Wendet euch an sie, wenn ihr mehr Informationen braucht oder Fragen habt.

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