Eine Grafik zeigt 17 Ziele f√ľr eine nachhaltige Entwicklung hin zur Nachhaltigkeit.

Was ist eigentlich Nachhaltigkeit?

Die Ressourcen der Erde werden heute¬†in¬†einem Ausma√ü¬†genutzt wie¬†zu keiner Zeit¬†zuvor. Alle sprechen von ‚ÄěNachhaltigkeit‚Äú und werben mit nachhaltigen Produkten.

Carbon neutral, Zero¬†Waste, Fair Trade, vegan, Bio‚Ķ sind nur ein¬†einige von vielen Stichworten, die man √ľberall liest. Da kann man leicht den √úberblick verlieren. Darum lasst uns erstmal dar√ľber reden, was Nachhaltigkeit eigentlich bedeutet‚Ķ¬†

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Wo kommt der Nachhaltigkeitsbegriff her? 

Der Begriff der Nachhaltigkeit hat seine Wurzeln im 18. Jahrhundert, der Zeit der Aufklärung, und entwickelte sich aus der Forstwirtschaft heraus: notgedrungen stellten die Menschen im ausgehenden Mittelalter fest, dass man irgendwann kein Bau- und Brennholz mehr hatte, wenn man dem Wald unkontrolliert Ressourcen entnahm.

Man erkannte, dass nur so viel Holz geschlagen werden durfte, wie in absehbarer Zeit auf nat√ľrliche Weise nachwachsen kann, und so ging man seit dem 15. Jahrhundert vermehrt gegen Waldzerst√∂rung vor.¬†

1713 formulierte Hans Carl von Carlowitz in seinem Werk "Sylvicultura¬†oeconomica" den Grundsatz: ‚ÄěVon den Ertr√§gen einer Substanz, nicht [aber] von der Substanz selbst [zu] leben‚Äú.¬†Er spricht von ‚Äěnachhaltender Nutzung der W√§lder‚Äú und pl√§diert daf√ľr, ‚Äě... einen Anbau des Holzes anzustellen, dass es eine kontinuierliche, best√§ndige und nachhaltige Nutzung gebe.‚Äú¬†

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Planetare Grenzen respektieren 

Die Natur liefert uns alle Ressourcen, die wir zum Leben brauchen. Durch die Nutzung nat√ľrlicher Ressourcen konnte sich die Menschheit stetig weiterentwickeln.

Allerdings ist zu beachten, dass wir auf einem endlichen Planeten leben und durch unsere Umwelt entsprechend limitiert sind. Wir m√ľssen respektieren, dass die planetaren Grenzen die absoluten Grenzen der menschlichen Entwicklung darstellen.

Wenn wir mit unseren Ressourcen so haushalten wie die Menschen im Mittelalter mit ihren W√§ldern, werden wir unseren Lebensstandard nicht erhalten k√∂nnen und es w√ľrde zwangsweise zu einer R√ľckentwicklung kommen.

Wenn wir uns also mittelalterlich verhalten, brauchen wir uns nicht zu wundern, wenn wir irgendwann wieder im Mittelalter leben.¬†ūüėȬ†¬†
Es gilt darum eine nachhaltige Entwicklung anzustreben. 

‚ÄěSustainable development is development that meets the needs of the present without compromising the ability of future generations to meet their own¬†needs‚Äú (WCED 1987, S.41)¬†

Nach heutigem Verst√§ndnis bedeutet Nachhaltigkeit eine Entwicklung, die den Bed√ľrfnissen der heutigen Generation entspricht, ohne dabei die M√∂glichkeiten k√ľnftiger Generationen und die Befriedigung derer Bed√ľrfnisse zu gef√§hrden.¬†

Es geht darum, die Erde auf Dauer und f√ľr alle Menschen unter lebenswerten Bedingungen bewohnbar zu erhalten und nicht auf Kosten von Menschen in anderen Regionen der Erde und auf Kosten zuk√ľnftiger Generationen zu leben.

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Die drei Dimensionen der Nachhaltigkeit: √Ėkologie, √Ėkonomie und Soziales¬†

Nachhaltigkeit betrifft alle Bereiche unseres Lebens und Wirtschaftens und ist folglich eine Aufgabe der ganzen Gesellschaft. Eine nachhaltige Entwicklung der Gesellschaft ist ökologisch verträglich, sozial gerecht und wirtschaftlich leistungsfähig*:

Das Hauptziel ist es vor allem den Ressourcenverbrauch und die Umweltbelastung der menschlichen Aktivit√§ten zu minimieren, sowie nicht auf (Umwelt-)Kosten zuk√ľnftiger Generationen zu leben.

Zusätzlich umfasst Nachhaltigkeit auch wirtschaftliche Errungenschaften und soziale und gesellschaftliche Leistungen, beispielsweise die demokratischen Strukturen und eine gerechte Einkommensverteilung. 

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UN-Nachhaltigkeitsziele 

Am 25. September 2015 verabschiedeten alle 193 Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen beim UNO-Nachhaltigkeitsgipfel die Agenda 2030. Dieser globale Plan beinhaltet 17 Ziele f√ľr eine nachhaltige Entwicklung (Sustainable¬†Development Goals, SDGs).

Damit verpflichtet sich die Weltgemeinschaft, weltweit ein menschenw√ľrdiges Leben zu erm√∂glichen und gleichzeitig die nat√ľrlichen Lebensgrundlagen dauerhaft zu bewahren. Die Agenda 2030 unterstreicht die gemeinsame Verantwortung aller Akteure: Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Zivilgesellschaft ‚Äď und jedes einzelnen Menschen.

Dabei ist es besonders wichtig, sich den Bed√ľrfnissen und Priorit√§ten der schw√§chsten Bev√∂lkerungsgruppen und L√§nder anzunehmen - denn nur wenn niemand zur√ľckgelassen wird, k√∂nnen die 17 Ziele bis 2030 erreicht werden.¬†**

Beim SDG-Gipfel vor zwei Jahren hat man festgestellt, dass die Ziele bis 2030 nicht erreicht werden, wenn sich aktuelle Trends fortsetzen. Darum haben die Vereinten Nationen das aktuelle Jahrzehnt als eine Aktionsdekade ausgerufen, die ‚ÄěDecade¬†of¬†Action and¬†Delivery¬†for¬†Sustainable¬†Development‚Äú.

Nur wenn die Staatengemeinschaft sowie jeder einzelne Akteur die Geschwindigkeit und das Ambitionsniveau bei der Umsetzung deutlich erhöhen, können die SDGs noch erreicht werden. 

Auch wir bei¬†Ocha-Ocha¬ģ wollen unseren Teil zu einer nachhaltigen Entwicklung beitragen. Wir arbeiten kontinuierlich daran, unsere √Ėkobilanz zu verbessern und haben schon einige Ma√ünahmen in Planung f√ľr das kommende Jahr.

Hier k√∂nnt ihr mehr √ľber ‚Üí Nachhaltigkeit bei Ocha-Ocha¬ģ erfahren.

Quellen: 

 

AUTORINNEN: Christopher, Denny und Lena 

Alle Drei eint, dass sie bereits in Japan lebten, dort arbeiteten und neben¬†Ocha-Ocha¬ģ noch eigene Projekte und Ideen verfolgen.¬†

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